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Harte Kämpfe beim Endlauf der endurance-masters im sächsischen Boxberg

2019 war eine endurance masters Finale18 0009lange Saison: Von der sibirischen Kälte Ende Februar bis zu den hitzigen Schlachten und staubigen Mitte Oktober. Mit längeren Unterbrechungen, bedingt durch das heiße Wetter und die damit verbundene Waldbrandgefahr. „Wir betreiben nun mal eine Outdoor-Sportart” erklärt das Management von endurance-masters. Man habe zumindest schlussendlich alle Rennen über die Bühne gebracht berichtet man nicht ohne Stolz.


endurance masters Finale18 Christian BöhnkeIn Boxberg, hier sollte eigentlich die Saison starten, fand schließlich der letzte Lauf zur diesjährigen deutschen DMV-Cross-Country-Meisterschaft statt. Da es seit einer gefühlten Unendlichkeit in Deutschland nicht geregnet hatte erwartete tiefer, weicher Sand die Teilnehmer in der Oberlausitz. Die Strecke hatte sich schon nach wenigen Runden extrem ausgefahren, „es war definitiv das härteste Rennen der Saison“, beurteilten die geschundenen Teilnehmer nach dem drei Stunden langen Kampf. Einmal mehr zeigt Makysm Sculc seine besondere Klasse. endurance masters Finale18 0006Der 19-jährige Yamaha-Pilot holte sich in der Iron-Man-Klasse erneut den Sieg und damit auch den Titel in der DMV-Cross-Country-Meisterschaft 2018. Niklas Wittek war als Führender der 1,5 Stunden-Klasse in die Lausitz gereist. Punkte sammeln war in dieser Saison die Devise des jungen Österreichers, die zum Erfolg führte. In Boxberg dominierten zwar die polnischen Gäste um Roman Gwiazda und zeigten die Grenzen des Möglichen. „ Ich war wirklich schon schnell unterwegs. Roman hat mich im Tiefen Sand überholt, als führe er auf einer Autobahn“, bewunderte Ulrich Schirnick die Fahrkünste des Nationalfahrers.
endurance masters Finale18 0013Endurance-Masters hat sich auf die Quads, ATVs und Buggys spezialisiert. 130 Fahrer kamen in die hohe Düne nahe Bautzen, die Kühltürme des Kohlekraftwerkes eindrucksvoll qualmend im Hintergrund. Der MC Jämlitz hat hier in Boxberg eine perfekte Offroad-Anlage zwischen Abraumhalden und Militärgelände installiert, deren Infrastruktur sich sehen lassen kann. Speziell für die Läufe der endurance-masters gestattet die Bergbaugesellschaft Leag temporär weitere 6 ha Sächsischer Dünenlandschaft zu nutzen. „Wenn es derart trocken ist wie 2018 wird der Track, auch wenn es erstmal nicht so aussieht äußerst selektiv” verspricht Mario Kordas, der Präsident des Verein. Für die Buggys wurde ein eigener Kurs geschoben, die tief zerfurchte Strecke der SXS ist nach einer Stunde von den Quads nicht mehr zu bewältigen, weiß der Streckenbauer. Große Räder sind angesagt.endurance masters Finale18 0007 Du brauchst richtig Bodenfreiheit um nicht permanent aufzusetzen, weiß der Dominator der diesjährigen Serie zu bereichten. Christian Böhnke, hoch oben von der waterkant, hatte aus Zeitgründen die Standard-Bereifung zuhause gelassen und wurde deshalb von der Konkurrent schnell aufgeklärt, dass es mit den dicken Schlappen deutlich leichter geht. „Wenn alles normal läuft, dann habe ich gegen Mario Schütze auf der neuen Wildcat XX keine Chance”, beurteilt der Quadhändler aus Wiesmoor seine Möglichkeiten. So geht dann auch der 1.Heat an den Mann aus Oberheldrungen, der im zweiten Lauf allerdings nach endurance masters Finale18 0008Feindkontakt mit einem Gastfahrer aus Tschechien mit verbogener Spurstange aufgegeben musste.
Bei den ATVs fehlte in Boxberg der große Favorit. Andreas Rosenlöcher, der in dieser Saison mit seiner Scrambler alle Rennen, bei denen er am Start war, gewonnen hatte, musste nach seinem Sturz in Spremberg verletzt mit ansehen, wie  die Konkurrenz ihre Chance nutzte. Am Titelgewinn des Tagewerbeners ist zwar nicht zu rütteln. „ Die Schulter schmerzt weit weniger, als die Tatsache nicht fahren zu können.”
In den Kinder und Youngster-Klassen wurden in Boxberg entschärfte Strecken gefahren. Die Favoriten konnten sich durchsetzen. Ben Wolfram, der Seriensieger bei den Viertakt-Kids ist nach vorzeitigem Gewinn der Meisterschaft zu den Youngstern gewechselt und machte den obersten Platz auf dem Podest für Stevie Dietrich frei. Bei den Zweitakter gewinnt erneut der Slowake Oliver Kotuc auf der schnellen Kawasaki. Max Timos aus Prag holt sich nach hartem Kampf mit den Stiller-Brothers die Meisterschaft bei den kleinen Youngstern.  Erst im letzten Lauf konnte Max die Meisterschaft klarmachen.
Bei den großen Youngstern war es Lennox Quellmalz , der beim Endlauf in Boxberg den Sieg errang. In der Meisterschaft konnte sich allerdings Zybnek Bartos durchsetzen. Der junge Tscheche holte sich trotz Punkteverlust im Letzten Heat den Titel.
endurance masters Finale18 0005Wie geht es im Nachwuchssport weiter? endurance masters Finale18 0010Die Youngster-Klassen werden derzeit von den 250er Yamahas dominiert. Das Maschinen-Material ist allerdings wirklich am Ende. „Eigentlich sollte man ein Schweißgerät im Bordwerkzeug mitführen,“ lästert einer der leidtragenden Väter. Endurance-masters hat sich der Sache angenommen und gestattet es mit leistungsreduzierten 450er in der großen Youngster-Klasse zu starten. „Wie sind leistungsmäßig dort, wo sich auch die getunten 250er befinden“, erklärt Thomas Kubat, der die Entwicklung der gedrosselten Maschinen betreut. Um allen Diskussionen in der Entwicklungsphase aus dem Weg zu gehen, wurde 2018 für die 40-Youngster eine eigene Klasse geschaffen. Ziel ist es allerdings die Klassen in Zukunft zusammen zuwerten. Der 1.Meister der 450er-Klasse wurde der Lützener Luc-Aaron Braasch, der auch die letzten Punkte-Läufe positiv abschließen konnte. Platz 2. errang Niklas Hoppe vor Neo Meier und Emilia Eisch.
 
Nach der Saison ist vor der Saison. Die Verträge mit den Streckenbetreibern sind für 2019 größtenteils fixiert. Für die Quad- und ATV- und SXS-Piloten heißt es schon Anfang März wieder „Hand up, - und Start“. Die SXS-Fahrer bekommen die Chance neben den Cross-Country-Läufen sich im Sprint und im Autocross zu beweisen.  X

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